20. September 2017 Redaktion

Podiumsdiskussion „Gerechtigkeit? Gerechtigkeit!“

Am 20.09. nahm Susanna Karawanskij bei der von der Tageszeitung „Neues Deutschland“ organisierten Podiumsdiskussion „Gerechtigkeit? Gerechtigkeit!“ im UT Connewitz teil. Die „nd“- Veranstaltungsreihe zum Thema Gerechtigkeit befragte Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zu ihren Erfahrungen mit der Gerechtigkeit.

Bei der Podiumsdiskussion in Leipzig waren vor allem die Renten der in der DDR Beschäftigten ein großes Thema. So wurden neben der geringen Rente für die in der DDR geschiedenen Frauen und ihre deutliche Schlechterstellung gegenüber den westdeutschen Frauen, auch Fehler bei der Rentenüberleitung der DDR Renten und die Nichtanerkennung der Arbeits- und Lebensleistung vieler Ostdeutschen thematisiert und problematisiert. Diese Ungerechtigkeit, die auch 27 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung nicht gelöst wurde, bedeutet für viele ältere Menschen Verarmung. Dass für diese ungerechten Zustände noch keine konkreten Lösungen vorliegen, wird von der LINKEn scharf kritisiert. Auch die UNO äußerte sich bereits Anfang des Jahres dazu, indem der UN-Frauenrechtsausschuss Deutschland dazu aufforderte, dass dieses Unrechtsverhältnis aus der Wiedervereinigung gut gemacht wird. Während DIE LINKE Anträge zur rentenrechtlichen Besserstellung von DDR-Braunkohlekumpeln und DDR-Krankenschwestern im Bundestag zur Abstimmung stellte, wurden diese Anträge auch mit den Stimmen der SPD abgelehnt, die aber gerade in Sachsen vorgibt, etwas für benachteiligte Berufsgruppen tun zu wollen. Die Ostbeauftragte der Bundestagsfraktion DIE LINKE Susanna Karawanskij kritisierte die niedrigen Renten und Löhne im Osten, die aktuell arbeitende Bevölkerung später beim eigenen Renteneintritt zum Opfer der eklatanten Lohnunterschiede machen und forderte außerdem einen Solidarpakt III, durch welchen strukturschwache Regionen in Ost und West gezielt gefördert werden müssen.

Kategorien: Ostdeutschland

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